Homeoffice und Steuern – Was ist absetzbar und was nicht?

01.04.2025

Das Homeoffice ist in den letzten Jahren immer mehr zur Norm geworden. Ob während der Corona-Pandemie oder als langfristige Lösung für mehr Flexibilität im Arbeitsalltag – viele Arbeitnehmer und Selbstständige arbeiten mittlerweile regelmäßig von zu Hause. Doch was viele nicht wissen: Das Homeoffice kann steuerliche Vorteile bringen! In diesem Blogbeitrag erklären wir, was steuerlich absetzbar ist und was nicht, welche neuen Pauschalen es gibt und wie du deine Homeoffice-Kosten richtig in der Steuererklärung ansetzt.

Steuerliche Absetzbarkeit von Homeoffice-Kosten

Die Absetzbarkeit von Homeoffice-Kosten hängt davon ab, ob du als Arbeitnehmer oder Selbstständiger arbeitest und wie du dein Homeoffice nutzt.

Für Arbeitnehmer: Arbeitnehmer können Homeoffice-Kosten nur absetzen, wenn sie überwiegend von zu Hause aus arbeiten. Die wichtigsten absetzbaren Kosten sind:

  • Arbeitszimmer: Kosten für Miete, Strom, Heizung und Internet können abgesetzt werden, wenn der Raum überwiegend beruflich genutzt wird.
  • Arbeitsmittel: Kosten für Computer, Drucker, Büromöbel und Software sind absetzbar.
  • Telefon- und Internetkosten: Ein Teil der privaten Kosten kann abgesetzt werden, wenn er beruflich bedingt ist.
  • Fahrtkosten: Fahrtkosten zum Büro oder beruflichen Terminen können weiterhin geltend gemacht werden.

Für Selbstständige: Selbstständige können sämtliche Kosten für das Homeoffice absetzen:

  • Mietkosten: Die Miete für das Homeoffice kann zu 100 % abgesetzt werden, wenn der Raum ausschließlich beruflich genutzt wird.
  • Büromaterial und Betriebsausgaben: Alle Betriebsausgaben wie Büromaterial und Software können abgesetzt werden.
  • Nebenkosten: Kosten für Strom, Wasser, Heizung und Internet können anteilig abgesetzt werden.

Neue Homeoffice-Pauschale 2023: Steuererleichterung leicht gemacht

Seit 2023 gelten neue Pauschalen für das Homeoffice, die die steuerliche Berücksichtigung erleichtern. Die Homeoffice-Pauschale, die 2020 eingeführt wurde, ermöglicht es Arbeitnehmern, bis zu 6 Euro pro Tag für maximal 210 Tage im Jahr geltend zu machen – das ergibt bis zu 1.260 Euro jährlich. Es ist kein Nachweis über tatsächliche Ausgaben erforderlich, sondern nur der Nachweis, dass an den betreffenden Tagen im Homeoffice gearbeitet wurde. Diese Pauschale kann in der Steuererklärung als Werbungskosten angegeben werden, auch ohne ein eigenes Arbeitszimmer. Sie vereinfacht die Steuererklärung und spart Aufwand bei der Nachweispflicht für Ausgaben wie Miete, Strom oder Internet.

Was ist NICHT absetzbar?

Nicht alles, was mit dem Homeoffice zusammenhängt, ist steuerlich absetzbar. Es gibt einige Dinge, die du leider nicht von der Steuer absetzen kannst:

  • Möbel für das private Zuhause: Auch wenn du einen Schreibtisch und einen Stuhl für dein Homeoffice gekauft hast, kannst du diese nicht vollständig absetzen, wenn sie auch privat genutzt werden. Ein Steuerabzug ist nur dann möglich, wenn die Möbel nachweislich ausschließlich für berufliche Zwecke verwendet werden.
  • Kosten für den privaten Internetanschluss: Es ist schwierig, den privaten Internetanschluss steuerlich geltend zu machen, da in der Regel der Anteil der beruflichen Nutzung schwer nachweisbar ist. In einigen Fällen kann ein Teil der Kosten abgesetzt werden, wenn ein konkreter beruflicher Anteil nachgewiesen werden kann (z. B. durch eine klare berufliche Nutzung des Internets).
  • Nebenkosten für die Wohnung: Die Nebenkosten wie Müllabfuhr oder Hausmeisterdienst können nicht abgesetzt werden, da sie nicht direkt mit der Arbeit verbunden sind.

Steuerliche Vorteile durch das Homeoffice nutzen

Das Homeoffice kann eine attraktive Möglichkeit sein, um Kosten steuerlich geltend zu machen. Besonders die neuen Pauschalen erleichtern den Steuerabzug für viele Arbeitnehmer. Wer regelmäßig im Homeoffice arbeitet, sollte prüfen, welche Ausgaben absetzbar sind und wie diese korrekt in der Steuererklärung angegeben werden.

Selbstständige und Freiberufler haben hier noch mehr Möglichkeiten, ihre Homeoffice-Kosten vollständig abzusetzen, während Arbeitnehmer vor allem von der Homeoffice-Pauschale profitieren können.

Bevor du jedoch mit der Steuererklärung beginnst, empfiehlt es sich, genau zu prüfen, welche Kosten für dein Homeoffice tatsächlich absetzbar sind. Im Zweifel kann ein Steuerberater helfen, die optimale Steuerstrategie zu finden und Fehler zu vermeiden.

Wir hoffen, dass dir dieser Leitfaden geholfen hat, einen Überblick über das Thema Homeoffice und Steuern zu bekommen!

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